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Samstag, 8. September 2007

Der Sommer mit John Peel

Ich starre in dieses halbvolle Glas, und es hat eine eigenartig hypnotische Wirkung auf mich.

Ich bin ganz alleine hier, außer mir sind nur zwei Pärchen da, die aber mit sich selber beschäftigt sind - es ist wunderbar warm im Park, und es ist Samstag Abend...

Aus dem Radio im Kiosk ertönt sogenannte Popmusik. Sie erinnert mich schlagartig an andere Zeiten, nämlich an den Radiosender BFBS, und vor allem erinnert sie mich an John Peel*, den Urvater der DJs, den Meister der skurrilen Musik. ER hat diese Sendung früher moderiert, jahrzehntelang hat er die verrücktesten Bands und Musikrichtungen entdeckt und uns vorgestellt:
David Bowie und Roxy Music, The Police und DAF und die Krupps und und und... Clash, Joy Division, the Cure und Punk und Reggae und Ska und Psychedelic Rock, Tears for Fears, The Smiths and the Fall... Und es waren noch so viele andere Bands und Stilrichtungen, aber ich habe fast alle vergessen. Fast könnte ich weinen, weil ich so vieles vergessen habe. Aber nicht heute. Heute bin ich glücklich.

Er hatte eine Vorliebe für unbekannte Gruppen, egal welcher Nationalität, er ließ sich Tapes von irgendwelchen Garagenbands schicken und spielte sie in seiner Sendung ab, einfach nur so.

Es ist schön allein zu sein und die Musik aus dem Radio zu hören.
Wo magst du jetzt wohl sein, John? In einem Himmel, in dem du DEINE Musik spielen und hören kannst? In einem Independent-Himmel mit John Peel's Music?

*John Peel, geboren 1939, gestorben 2004

...Und das ist mittlerweile nur eine Erinnerung an den Sommer. Die Saison ist bald vorbei. Das Fahrradfahren am Abend ist auch bald vorbei. Es wird früh dunkel. Wenn ich nach Hause fahre, der Sonne entgegen, die schon untergegangen ist, überholt mich von hinten fast die Finsternis. Und es ist kalt... Schade, sie waren schön, diese Abende in der Gruga...

Verzapftes:

alles...
...wird weniger. da muss man schon froh sein, wenn...
dancefloor - 1. Dez, 14:49
das sowieso,
es juckt mich nicht, anderes juckt mich, aber das hat...
Iggy - 30. Nov, 17:31
der countdown...
...läuft. ob die firma danach noch im normbereich...
dancefloor - 30. Nov, 14:02
ganz normal,
so normal wie es im normbereich der firma ist... ;)...
Iggy - 30. Nov, 13:36
oh die arme...
...ist einfach nur ganz normal bekloppt? die wird doch...
dancefloor - 29. Nov, 14:10

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Listinus Toplisten

TOPP, die WETTE...

mutiert allmählich zum Roman.
Ausschnitt aus TOPP, wie es begann 3:

Eine halbe Stunde später verließ Chris mit seinen Eroberungen das Strandcafé. Eine wirklich tolle Nacht stand ihm bevor. Er lächelte siegesbewusst und ein bisschen hämisch in sich hinein und dachte: Das hast du jetzt davon, Irma. Du blödes sprödes Weib! Ich werde mich jetzt amüsieren, und dann bist du Legende!
~~~~~~~~~~~
Er wachte auf mit dickem Kopf und einem pelzigen Geschmack im Mund. Vermutlich lag es am vielen Rotwein.
Was war sonst noch passiert? Mühsam versuchte er sich zu erinnern, aber sein Kopf tat zu weh. Und als sich schließlich die Nebel seiner Erinnerung etwas lichteten, stöhnte er gequält auf. Es gab keinerlei Erinnerungen, die irgendwas mit Sex zu tun hatten. War vielleicht gar nichts passiert?
Mit schmerzendem Kopf bemühte er sich weiter, der vergangenen Nacht ihre Geheimnisse zu entringen.
Und nach einer geraumen Weile setzte er sich fassungslos im Bett auf – nicht ohne sich vorher an den schmerzenden Kopf gefasst zu haben – und er fühlte sich entsetzlich. Aber nicht wegen des Katers.
Sondern, oh Gott... Er hatte doch tatsächlich keinen hochgekriegt!
Entsetzen machte sich in ihm breit. Wie konnte das passieren? So alt war er doch noch gar nicht. Bis jetzt hatte er noch nie versagt, und mit einunddreißig durfte so was nicht passieren. Was war los? Was war mit ihm passiert, beziehungsweise nicht passiert?
Er ließ sich stöhnend ins Bett zurücksinken und versuchte, den gestrigen Abend zu rekonstruieren:

Alle Irma-Chris-Stories sind übrigens H I E R, alle bis auf die, die noch kommen...

Holidays in Kampodia

ALLES FERTIG!
KAPITEL X - Ausschnitt:
Glaubsalz Version 17* abgekürzt auch GS17 genannt, ist eine neue revolutionäre Substanz, die es ermöglicht, Menschen auch gegen ihre ursprüngliche Meinung dauerhaft von einem anderen Glauben zu überzeugen.
Im Augenblick besitzt das GS17 noch eine Halbwertszeit von vier Jahren. Das bedeutet, dass sich nach vier Jahren die Hälfte des GS17 zersetzt hat und die verbliebene Hälfte nur noch eingeschränkt auf den Probanten einwirkt. Man arbeitet aber an einer gesteuerten Halbwertszeit des GS17.
Gedanken darüber, wie man eine breitere Öffentlichkeit mit dem GS17 erreichen kann, werden zur Zeit erörtert und diskutiert von einem wissenschaftlichen Expertenteam. Man denkt zum Beispiel an die Verbreitung des GS17 im Trinkwasser, um danach durch gezielte unterschwellige Werbung im TV die bestmöglichste und effektivste Wirkung zu erreichen.
Anwendungsbereiche: Im politischen, geschäftlichen, sowie auch im privaten Bereich.
Nebenwirkungen: Keine
Nachteile: Gewisse Kältegrade können die komplizierte molekulare Struktur des GS17 zerstören. Diese Gefahr kann aber vernachlässigt werden, weil die Überlebenschancen gering sind (eintretender Tod oder Fehlfunktion = 80%).
Fazit: GS17 wird kontinuierlich weiterentwickelt, zumal ein großer Bedarf danach besteht (Beispiel: Präsidentschafts- oder sonstige politische Wahlen)
Ein weiterer Bedarf besteht auch bei den großen Kirchen in diesen Zeiten der schwindenden Gläubigen. Der Vatikan hat schon großes Interesse signalisiert.
Unsere Geschäftspolitik ist erfolgreich, und unsere Devise hat sich bestätigt: Nur wer‘s glaubt, ist selig...
*Es besteht keine Ähnlichkeit mit dem harmlosen Abführmittel Glaubersalz.
(Auszug aus einem hochgeheimen Bulletin der FIRMA)

Fortsetzung folgt, aber nicht mehr in diesem Theater, sondern dort:
Was geschah und geschehen wird und fertig ist...