[>>]

ESSEN.die.STADT

Sonntag, 12. Juli 2009

Warten auf...


Tja, auf was wohl? Anscheinend auf das gleiche wie ich. Auf besseres Wetter, auf bessere Zeiten...
Aber mittlerweile klart es auf. Typisch! Am späten Sonntagnachmittag klart es auf! Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle Werktätigen! ;) Aber was soll's, immerhin bin ich heute morgen ein bisschen aus der Bude rausgekommen, suchte am (teilweise sogar wieder begehbaren) Bahnhof einen offenen Laden heim, der Filtertüten verkauft. Denn die Alternativen dazu, nämlich Haushalts- oder gar Klopapier erschienen mir doch allzu grauslich.

PS: Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil, gerade geht ein gewaltiger Tropenschauer darnieder... Und es ist so feucht, dass ich die Commentfunktion erstmal ausgeschaltet habe. Okay, das hat andere Gründe, ist aber egal.

Donnerstag, 25. Juni 2009

Volkssport...

Heute
... erhielt ich einen Brief, und oh Wunder, es war der Oberbürgermeister von Essen daselbst, der mich ganz lieb drum bat, CO2 einzusparen, weil die Stadt Essen es sich zur Verpflichtung gesetzt hätte, den Ausstoß von CO2 um blablabla Prozent pro Jahrzehnt zu senken. Das gab mir echt zu denken - denn senken und denken gehört irgendwie zusammen.
Okay, ich fahre kein Auto, andererseits fahre ich Fahrrad, und dabei produziert man ja ganz schön viel CO2.
Andererseits hab' ich zehn Jahre Zeit, und vielleicht werde ich dann ein Zeichen setzen und einfach aufhören zu atmen...

... fielen mir zwei junge Mädels im Supermarkt auf, die kichernd nach Großpackungen von kleinen Softschnäpsen suchten.
"Wieviel kosten die wohl?" fragte die eine und hielt eine Schachtel mit 'großen Mutigen' hoch.
"Neunzehnneunundneunzig", sagte eine Stimme, deren junger und einwandfrei männlicher Besitzer vor mir an der Kasse stand.
"Ach ja?" Das Mädel kicherte und beachtete nicht weiter die Stimme.
"Was meinst du, wieviel Fläschchen da wohl drin sind?" fragte sie ihre Freundin nach einer Weile.
"ZWANZIG!" Wieder ertönte die Stimme mit dem jungen männlichen Korpus. "Aber im Internet kriegt ihr sie für vierzehn Euro..."
"Du hast ja echt Ahnung!" Diesmal wurde er nicht ignoriert, aber darüber grinste er nur kurz, guckte weg von den beiden hübschen jungen Mädels - und auf das Einkaufsband.
Aber jetzt war MEIN interesse auch geweckt, und ich schaute mir die Sachen an, die er auf das Einkaufsband gestellt hatte.
Es handelte sich tatsächlich um DREI Flaschen Wodka - und sonst nix...

Montag, 22. Juni 2009

Diesseits von Afrika...

Urlaub! Natürlich handelte es sich um Renovierungsurlaub, wie immer. Aber irgendwann wurd's mir dann zuviel mit dem Renovieren. Also weg! Der Baldeneysee, auch Lago Baldini genannt, bot sich an. S-Bahn oder Bus? Ich nahm den Bus aus bestimmten Gründen.
Nach ein paar Umwegen, ein paar Sackgassen und tippel, tippel, tippel, endlich ein Schild: Baldeneysee - Zeche Carl Funke. Na also! Nochmal tippel, tippel, tippel... Keine halbe Stunde später, nachdem das bisher leichte Gewölk hinter mir ein bisschen schwerer und vor allem finsterer geworden war, sah ich ihn endlich. Den See...



Und es herrschte auch richtiges Seewetter, die Wolken erinnerten an die Nordseeküste und der Wellengang... äähmm... auch an die Nordseeküste.

Schloss Baldeney wurde natürlich gerade renoviert. Durchgang verboten, daher keine Fotos. Immerhin eine Ente geschossen...

Eine schwer renovierungsbedürftige Behausung erblickt, ich nenn' sie einfach mal "Diesseits von Afrika"...

Und dann die S-Bahn genommen, Haltestelle Hügel. Genau, das ist da, wo die Villa Hügel ist, Krupps und so.
Am Hauptbahnhof (der übrigens gerade renoviert wird, das heißt, es gibt keine Pommes, keine Bücher, keine Süßigkeiten, kaum Bahnsteige und das wohl auf JAAAHRE hinaus) lief ich einfach den anderen hinterher. Die wussten nämlich, wo der Ausgang war.
Die Bushaltestellen waren natürlich auch nicht da, wo sie hätten sein sollen, denn die werden gerade renoviert. Riesige Baustelle!
Also Straßenbahn fahren, dafür musste ich zum Porscheplatz laufen, vorbei am Münster. Der Burgplatz vor dem Münster wird natürlich auch gerade renoviert - riesige Baustelle!
Und sogar das Citycenter am Porscheplatz wird... Na ja, lassen wir das. Abgesehen vom RIWI-Markt, da stellen sie seit Monaten alles von einer Ecke in die andere. Genauso wie ich zuhause.

Irgendwie hat diese Stadt keinen hohen Wiedererkennungswert.

Freitag, 15. Mai 2009

Allein mir fehlt die Hoffnung...

Ich weiß nicht, was das jemals werden soll. Es wird vollmundig angekündigt als «Krupp-Gürtel» und als Perspektive für innovative Architektur. Aber da versagt sogar bei mir die Fantasie. Bis jetzt erkenne ich nur eine riesige Großbaustelle (muss jeden Morgen mit der Straßenbahn dran vorbeifahren), mit ein paar Vertiefungen, einer Erhöhung, die aussieht wie Golgatha - und eine Art vierspurige Autobahn, die durch den Gürtel führen wird.

Die Ackerblumen vom letzten Jahr, die mitten auf der Straßenbahntrasse wuchsen und blühten...
...sind verschwunden und haben den Platz frei gemacht für Eins A Schotter. Ist ja auch viel ordentlicher, genauso ordentlich, wie das ganze Gelände wohl mal sein soll.

Aber ich lasse mich gerne überraschen, allein mir fehlt die Hoffnung.

Sonntag, 6. Juli 2008

Gute Orte, böse Orte...

Es gibt gute Orte, und es gibt böse Orte. Zum Beispiel halte ich das Siepental im Essener Süden - es reicht fast bis an die Ruhr - für einen bösen Ort. Dieses Tal ist eigentlich nur eine langezogene Senke mit etwas hochgezogenen Seiten. Aber diese haben es in sich...
Wie eine Freundin mir berichtete, versuchte sie nach einem ausgelassenen Biergartenabend die Senke seitlich zu verlassen, statt gemütlich auf dem Talboden herauszuspazieren. Sie krabbelte stundenlang die Talränder hoch, purzelte immer wieder herunter und musste von vorn anfangen. Bis sie dann schließlich von Panik ergriffen den normalen Weg wählte. Tja, ist schon unheimlich....
Auch ich selber hatte dort schon seltsame Geisteszustände. Es war nach einer durchzechten Nacht, als man am nächsten späten Morgen ein Gartenlokal namens "Zum Grünen" im Siepental besuchte - und dort stundenlang sitzenblieb. Als man sich endlich abends um sieben Uhr auf den Nachhauseweg machte, war es seltsamerweise schon bedrohlich dunkel draußen. Und überall sah ich das Böse, hinter jedem Busch sah es hervor, und es lauerte sogar im Gras. Ich war so aufgebracht darüber, dass ich Leute beschimpfte, böse zu sein (wurde mir später berichtet) und dass ich hinterher mehrere Scheibenwischer von mehreren Autos abbrach. Wahrscheinlich war das Böse auch in mich selber gelangt... Zu Hause veriegelte ich die Tür und verkroch mich in meinem Bett.
Wie auch immer, irgendetwas stimmt nicht mit diesem Tal.
Meine Theorie ist: In Wirklichkeit fand HIER die 'Schlacht im Teutoburger Wald' statt, in der Varus' Legionen von einem gewissen Arminius, alias Hermann vernichtet wurden. Und wahrscheinlich liegt soviel Blut in diesem Tal, dass es einen ganz meschugge macht.

Aber es gibt auch gute Orte. Zum Beispiel die XXXXXXterrassen im XXXXXpark. Warum die Ixxe? Weil ich absolut keine Lust habe, diesen herrlichen friedlichen Ort mit zehntausend anderen Leuten zu teilen. Denn dann wäre er nicht mehr so herrlich und friedlich. Das ist egoistisch gedacht, gelle? Aber ich kann nicht anders.
Man kommt sich an diesem Ort vor wie mitten auf dem Lande. Man sitzt dort mitten im Lavendel, man schaut in hohes Schilfgras, und dahinter fängt der Wald an. Das ist natürlich eine Illusion, denn direkt hinter einem erhebt sich die gläserne Wand eines Messegebäudes inklusive Kantine.
Aber der Storch scheint auch dieser Illusion zu erliegen. Er ist fast jeden Abend da, der Gute...

Und man will nicht weg, man ist so eingehüllt in Frieden und in gute Gedanken, dass man sich kaum trennen kann.
Manchmal sehe ich einen einsamen Jogger, der die Wege entlangschnauft, ohne auf die Natur zu achten. Er benutzt den Weg nur, weil es hier keine Autos gibt, er hat keinen Blick für die untergehende Sonne und für die bizarren Wolken. Er hat keinen Blick für die üppige Vegetation und die vielen Insekten und Vögel. Er läuft einfach nur daher, stumpf und blind und schnaufend. Er spürt nichts...
Und irgendwie habe ich schon Angst vor dem Herbst und dem Winter, wenn es zu kalt sein wird, um hier zu sitzen und in den Himmel über den Baumwipfeln zu schauen, sich am Blau und am Duft des wuchernden Lavendels zu berauschen und sich von den hohen, im Wind hin und herschwankenden Gräsern in Trance versetzen zu lassen.
PS: Ich habe die Kommentare mal abgeschaltet, bin zuviel anderweitig beschäftigt, und außerdem scheinen so viele blogs tot zu sein oder sie schweigen - aber zur Not ist rechts im Menü eine K.O.MM.E.N.T.A.R.E...-Funktion.

Sonntag, 18. Mai 2008

Nachlese

Ach ich weiß nicht, ich bin absolut blogunlustig. Ich hoffe, dieser Zustand verschlimmert sich nicht. Ich mach's eigentlich nur noch, um gewisse Sachen zu konservieren. Zum Beispiel das Pfingstwochenende.
Ich hatte vergessen, den Wecker auszuschalten, und der weckte mich um sechs Uhr morgens am Pfingstmontag. Und ich stand auf. Tatsächlich! Irgendwie hatte ich im Kopf, eine etwas längere Fahrradtour zu machen. Vielleicht würde ich sogar den Baldeneysee erreichen. Utopie natürlich bei meiner Kondition...
Aber ich fuhr immerhin ein Stück weiter als normalerweise. Das war natürlich einfach, weil es nur noch bergab ging. Aber dann bekam ich Angst. Was wäre, wenn ich den langen Aufstieg zurück nach Hause nicht schaffen würde. Wenn ich auf der Strecke bleiben würde sozusagen...
Also nahm ich die nächstbeste Ausfahrt vom WFFHW* - und landete im Stadtteil Rellinghausen. Lange nicht mehr dort gewesen. Aber ich war eindeutig im Süden der Stadt. Dazu muss ich sagen, es gibt in Essen ein sagenhaftes Nord-Süd-Gefälle, erst einmal höhenmäßiger Art, der Norden ist nämlich ein bisschen flacher als der Süden. Dann auch noch landschaftsmäßig, der Norden - so leid es mir tut das zu sagen - ist bei weitem nicht so idyllisch wie der Süden. Und zuguterletzt kommt die soziale Komponente hinzu. Ratet!!!
Also Rellinghausen, wunderbarer Stadtteil, teilweise an der Ruhr gelegen, mit historischen Fachwerkhäusern im Dorfkern und außerdem einer Bäckerei, die am Pfingstmontag aufhatte. Aber ich Dussel war natürlich zu blöde, ein paar Brötchen zu kaufen, weil der Laden gerade so voll war. Zum Frühstück musste ich dann trockenes Brot essen. Gibt aber Schlimmeres...
Wie auch immer, es war ein toller Ausflug, vor allem weil er nicht lange dauerte. Der Rückweg war kein Problem. Und deswegen werde ich beim nächstenmal ein wenig weiter fahren, zuerst bis zur Ruhr. Und dann bis zum Baldeneysee. Und dann vielleicht bis zum Rhein. Und dann vielleicht bis ans Meer. Hinkommen ist ja kein Problem, weil es immer bergab geht...

Später dann fotografierte ich im Garten den Blauregen, der ist auch bald hinüber. Wie alles...

* Wander-Fußvolk-Fahrrad-Hunde-Weg

Montag, 17. März 2008

Ich will dich nicht mehr,

denn du bist ein total kalter Typ. Zuerst hab' ich ja gedacht, ich könnte etwas mit dir anfangen. Nach strahlendweißen und eisblauen Tagen mit dir schwebten mir kuschelige Abende vor.
Doch es war nicht so wie erwartet. Du gingst auf keinen meiner Wünsche ein. Du warst fast immer grau und nichtssagend. Du hast jedes Gefühl in mir erstickt, als ob ich schon tot wäre. Und du gabst mir nicht den Hauch der Wärme, die ich brauche.

Aber dann kam ER. Er ist so total anders als du. Er bringt mich zum Singen, ich glaube, ich bin verliebt...

Also geh' endlich weg! Good bye! Arrivederci! Schieß in den Wind, Moskito! Go einfach home, Winter! Das ist mein letztes Bild von dir!

PS: Lago Baldini (Baldeneysee) in Essen bei Sonnenaufgang. Man sieht den See in der Ferne dampfen...

Freitag, 22. Februar 2008

Es ist ganz egal,

...ob ich morgens früher aufstehe oder später - ich muss auf jeden Fall immer dem Bus hinterher rennen... ***

...ob ich mir die teure Antifaltencreme ins Gesicht schmiere oder die billige Handcreme - ich sehe damit nicht schlechter aber auch nicht besser aus...

...ob ich einen Zwergschirm für 1 Euro fünfzig oder einen für 15 Euro kaufe - sie gehen beide schnell kaputt...

...ob ich mir was aufschreibe zur Erinnerung oder es sein lasse - ich finde es sowieso nur durch Zufall wieder...

***Außer heute, da wurde gestreikt, aber ein netter Kollege nahm mich morgens mit. Nur das Nachhausekommen gestaltete sich schwierig, weil ich nämlich nur bis zwei Uhr arbeite. Also zu Fuß gehen. Und vorher überlegen: Wo läuft man her, auf welchem Weg ist es am kürzesten und auf welchen ist es am angenehmsten? Aber als ich schon auf dem Weg war, schmiss ich alles wieder um, lief in die andere Richtung, hätte fast noch die Villa Hügel besucht, das war mal der Wohnsitz der Krupps, sah viel Wald, machte ein Foto von viel Holz,
erreichte die S-Bahn gerade noch, musste nur zweimal umsteigen und war nach 1 1/4 Stunden zu Hause.
Man könnte sich fast dran gewöhnen. Aber warum streiken die eigentlich immer im Winter, wenn man nicht Fahrradfahren kann?

Dienstag, 12. Februar 2008

Schonfrist?

Da war ich doch tatsächlich mal im Museum, genauer gesagt im Folkwang-Museum. Und zwar bei der Plakatausstellung 1968.
Interessant war es, vieles kannte ich noch aus eigener Anschauung - und es war umsonst. Na gut, nicht ganz umsonst, ich kaufte nämlich dieses Plakat:



In Wirklichkeit ist es ein bisschen größer, nämlich so circa 90 x 130 Zentimeter - und ich brauche noch eine freie Wand, auf der es zur Geltung kommen könnte...

Danach besuchte ich mit Freundin Gabi ein Cafè. Es wurde voller im Laufe der Zeit (okay das ist normal), aber dann auf einmal fingen alle an zu rauchen. Sogar zwei Mütter mit Babies pafften wie die Schlote, aber die Babies beschwerten sich nicht darüber. Na also...

PS: Ich fand dann später heraus: die Schonfrist für Raucher gilt noch bis Mai, woanders bis Juli oder ganz woanders vielleicht für immer.

Freitag, 8. Februar 2008

Essen kann auch


schön sein...

Verzapftes:

ich will auch so bleiben,
wie ich bin! ;)) denn jetzt geht es gerade noch so... lieben...
Iggy - 22. Nov, 17:24
es haben...
...schon soviele die wende überstanden, dann werden...
dancefloor - 22. Nov, 14:01
Witzig geschrieben, aber...
Witzig geschrieben, aber doch mit ernstem Hintergrund...
Trick_17 - 22. Nov, 11:51
klar doch,
erst einmal müssen wir weihnachten überstehen,...
Iggy - 21. Nov, 19:55
ich behalte es auch,
und ich hab' den zettel weggeworfen, den wo "KISS the...
Iggy - 21. Nov, 19:41

Suche

 

meine anderen:




und hier gibt es richtige Bücher von mir, alias.I:


e-mail:
nonamebike at aol dot com
Visitor locations

Counter



Listinus Toplisten

TOPP, die WETTE...

mutiert allmählich zum Roman.
Ausschnitt aus TOPP, wie es begann 3:

Eine halbe Stunde später verließ Chris mit seinen Eroberungen das Strandcafé. Eine wirklich tolle Nacht stand ihm bevor. Er lächelte siegesbewusst und ein bisschen hämisch in sich hinein und dachte: Das hast du jetzt davon, Irma. Du blödes sprödes Weib! Ich werde mich jetzt amüsieren, und dann bist du Legende!
~~~~~~~~~~~
Er wachte auf mit dickem Kopf und einem pelzigen Geschmack im Mund. Vermutlich lag es am vielen Rotwein.
Was war sonst noch passiert? Mühsam versuchte er sich zu erinnern, aber sein Kopf tat zu weh. Und als sich schließlich die Nebel seiner Erinnerung etwas lichteten, stöhnte er gequält auf. Es gab keinerlei Erinnerungen, die irgendwas mit Sex zu tun hatten. War vielleicht gar nichts passiert?
Mit schmerzendem Kopf bemühte er sich weiter, der vergangenen Nacht ihre Geheimnisse zu entringen.
Und nach einer geraumen Weile setzte er sich fassungslos im Bett auf – nicht ohne sich vorher an den schmerzenden Kopf gefasst zu haben – und er fühlte sich entsetzlich. Aber nicht wegen des Katers.
Sondern, oh Gott... Er hatte doch tatsächlich keinen hochgekriegt!
Entsetzen machte sich in ihm breit. Wie konnte das passieren? So alt war er doch noch gar nicht. Bis jetzt hatte er noch nie versagt, und mit einunddreißig durfte so was nicht passieren. Was war los? Was war mit ihm passiert, beziehungsweise nicht passiert?
Er ließ sich stöhnend ins Bett zurücksinken und versuchte, den gestrigen Abend zu rekonstruieren:

Alle Irma-Chris-Stories sind übrigens H I E R, alle bis auf die, die noch kommen...

Holidays in Kampodia

ALLES FERTIG!
KAPITEL X - Ausschnitt:
Glaubsalz Version 17* abgekürzt auch GS17 genannt, ist eine neue revolutionäre Substanz, die es ermöglicht, Menschen auch gegen ihre ursprüngliche Meinung dauerhaft von einem anderen Glauben zu überzeugen.
Im Augenblick besitzt das GS17 noch eine Halbwertszeit von vier Jahren. Das bedeutet, dass sich nach vier Jahren die Hälfte des GS17 zersetzt hat und die verbliebene Hälfte nur noch eingeschränkt auf den Probanten einwirkt. Man arbeitet aber an einer gesteuerten Halbwertszeit des GS17.
Gedanken darüber, wie man eine breitere Öffentlichkeit mit dem GS17 erreichen kann, werden zur Zeit erörtert und diskutiert von einem wissenschaftlichen Expertenteam. Man denkt zum Beispiel an die Verbreitung des GS17 im Trinkwasser, um danach durch gezielte unterschwellige Werbung im TV die bestmöglichste und effektivste Wirkung zu erreichen.
Anwendungsbereiche: Im politischen, geschäftlichen, sowie auch im privaten Bereich.
Nebenwirkungen: Keine
Nachteile: Gewisse Kältegrade können die komplizierte molekulare Struktur des GS17 zerstören. Diese Gefahr kann aber vernachlässigt werden, weil die Überlebenschancen gering sind (eintretender Tod oder Fehlfunktion = 80%).
Fazit: GS17 wird kontinuierlich weiterentwickelt, zumal ein großer Bedarf danach besteht (Beispiel: Präsidentschafts- oder sonstige politische Wahlen)
Ein weiterer Bedarf besteht auch bei den großen Kirchen in diesen Zeiten der schwindenden Gläubigen. Der Vatikan hat schon großes Interesse signalisiert.
Unsere Geschäftspolitik ist erfolgreich, und unsere Devise hat sich bestätigt: Nur wer‘s glaubt, ist selig...
*Es besteht keine Ähnlichkeit mit dem harmlosen Abführmittel Glaubersalz.
(Auszug aus einem hochgeheimen Bulletin der FIRMA)

Fortsetzung folgt, aber nicht mehr in diesem Theater, sondern dort:
Was geschah und geschehen wird und fertig ist...