Wie halten wir es mit dem Denunzieren?

Ich bin mir noch unsicher. Warum? Weil es mich selber betreffen könnte, irgendwann einmal.
Aber egal: Gestern hörte ich draußen einen lauten Bumms, ich guckte raus und sah, wie ein weißer unbeschrifteter Lieferwagen mit einer Straßenlaterne kämpfte. Die Straßenlaterne sah danach ein bisschen schief aus. Der Fahrer des Lieferwagens fuhr aber unverdrossen weg - ich wollte mir die Nummer aufschreiben, konnte sie aber nicht erkennen.
Doch seltsamerweise kam der Fahrer zurückgefahren und richtete just vor meinen Augen seine Rückklappentür, die anscheinend kaputt war.
Diesmal konnte ich mir seine Nummer aufschreiben.
Ich ging einkaufen. Bei meiner Rückkehr herrschte Weiberaufruhr auf der Straße. Keine von den Weibern wusste so richtig was, nur die eine, die ich so gar nicht mag - aus Gründen, die ich jetzt nicht genauer darstellen will - die hatte den Lieferwagen auch gesehen und wusste, dass es ein Schrotthändler war. Nur das Kennzeichen fehlte ihr noch zu ihrem Glück.
Ich kämpfte mit mir. Sollte ich es ihr verraten? Ausgerechnet der?
Nee, ich entschied mich dagegen.
Ich bin kein Denunziant. Warum? Weil es mich selber betreffen könnte, irgendwann einmal. Vielleicht sogar in Kürze.
schlafmuetze - 11. Jul, 17:10

Naja ... denunzieren hin oder her ...

Es kommt auf den Grund an. Da hat jemand einen Schaden verursacht und ist getürmt.

Mir ist jemand beim Baumarkt ins Auto geknallt. Der Schaden beträgt 1500,- €
Keiner ist es gewesen. Toll!
Man kann auch dazu stehen, das man einen Schaden verursacht hat und den bezahlen.

In deinem Fall ist es eine Laterne. Wird von der Allgemeinheit bezahlt... also von allen.

Es geht ja nicht darum, jemanden aus Gehässigkeit anzuzeigen. Sondern, damit er für den Schaden aufkommt, der er angerichtet hat.
Grüßli :-)

Iggy - 12. Jul, 13:54

Natürlich hast du Recht

in dieser Beziehung.
Aber man könnte die Sache ja auch ausweiten:
Der Täter ist ein Immigrant, der sich mit den Sitten und Gesetzen in diesem Land nicht auskennt. Ich denke mal, so wie sein Verhalten war - nämlich einfach zurückzukommen, ohne sich zu verp...., das deutet nicht auf einen Eingeborenen hin. Watt nu? ;-)

Verzapftes:

Natürlich hast du...
in dieser Beziehung. Aber man könnte die Sache...
Iggy - 12. Jul, 13:54
Naja ... denunzieren...
Es kommt auf den Grund an. Da hat jemand einen Schaden...
schlafmuetze - 11. Jul, 17:10
Lach, lassen wir's
im Dunkeln, das Nackische. Und uups, schon wieder was...
Iggy - 7. Jul, 15:58
wenn´s dunkel ist....
... dann merkt es niemand. ;-)
Lo - 6. Jul, 16:47
ich bin noch lang nicht
nackisch, eher neckisch, aber ich möchte das Licht...
Iggy - 6. Jul, 14:01
Nackich on the heavens...
Mönsch Iggy, Du bist ja eine Twoday-Stripperin...
Lo - 5. Jul, 17:32
Kann man darauf Wetten
abschließen? Buchmacher vor! Ich halte dafür...
Iggy - 1. Jul, 15:57
oder
Zombie noch voll am leben, wie der Ruhrie so sacht.
Iggy - 1. Jul, 15:49

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Mal was anderes...

Ausschnitt aus LOVE GAMES

Blau-weiß-rot...
Der Kleine trägt ein blau-weiß-rot gestreiftes Hemd, und das Muster kommt mir seltsam bekannt vor. Ich hatte mal ein Kleid, das war genauso gestreift wie dieses Hemd, und da war ich ungefähr genauso alt wie dieser Junge.
Blau-weiß-rot...
Es war in meinem Heimatdorf. Ich war in den Ferien mit meinen Eltern dort. Es wurde gerade Schützenfest gefeiert, und ich saß ausnahmsweise nicht auf einem dieser hin und her schwingenden weißen Karussellpferdchen, sondern in der sogenannten Kaffeemühle, einem runden Ding, bei dem sich in der Mitte eine Stange befand, und damit konnte man die Kaffeemühle zum Drehen bringen.
Raatttsch!!! Mein Kleid hatte sich irgendwo verfangen, es gab ein hässliches Geräusch, als etwas riss, und ich war zu Tode erschrocken. Meine Mutter würde mich umbringen.
Vorsichtig schaute ich an mir herunter, ich hatte Glück gehabt, nicht der Stoff selber war zerrissen, sondern nur eine Naht war aufgeplatzt auf circa fünfzehn Zentimetern Länge.
Sie würde mich trotzdem umbringen. Was sollte ich tun?
Ich schlich mich heimlich zum Haus meiner Oma, die nicht mit zum Schützenfest gegangen war. Ich suchte nach Nähzeug, wurde fündig in einem alten Nähkästchen, schloss mich im Klo ein, zog mein Kleid aus und nähte es. Ich nähte die aufgeplatzte Naht wahrscheinlich ziemlich plump und stümperhaft, aber ich nähte sie so, dass niemand etwas merkte. Sogar meine Mutter, deren scharfe Augen ich fürchtete, entdeckte nicht, dass ich sie reingelegt hatte. Irgendwann beim Waschen des Kleides sagte meine Tante zu meiner Mutter, dass die Sachen heutzutage sehr schlecht genäht wären, aber meine Mutter brachte das nicht mit mir in Zusammenhang. Ich hatte Glück gehabt...
Blau-weiß-rot...
Wieso habe ich gerade diese Szene im Sinn, als ich meine Mutter reingelegt hatte und nicht die vielen anderen, wo ich sie nicht reinlegen konnte?

TOPP, die WETTE... mutiert allmählich zum Roman.
Ausschnitt aus TOPP, wie es begann 3:

Chris auf IBIZA...
Die Mädels lächelten ihn an, und er lächelte zurück. Bis jetzt hatte er sich nicht groß um die anderen Urlauber gekümmert, er wollte einfach nur allein sein. Er wusste nicht warum, aber er konnte sich zur Zeit nicht auf andere Menschen konzentrieren. Und das nur, weil ihm diese Irma im Kopf herumspukte.
Aber damit war jetzt Schluss! Endgültig! Die Mädels machten nämlich einen viel versprechenden Eindruck. Vielleicht mal einen flotten Dreier versuchen? Sie sahen zwar nicht interessant aus – das war ihm im Moment sowieso egal – aber sie waren wirklich hübsch, die eine blond und vollbusig, die andere schlank, dunkelhaarig und nicht so üppg wie ihre blonde Freundin. Irgendwie hatte die Dunkelhaarige ein bisschen Ähnlichkeit mit Irma.
Oh nein, NICHT SCHON WIEDER DIE! Es reichte!
Chris riss sich zusammen. Sein Lächeln wurde automatisch eine Spur freundlicher, er beugte sich zum Nachbartisch herüber und sagte in dem gewinnenden Tonfall, den er perfekt beherrschte: „Na Mädels, habt ihr Lust, gleich was mit mir zu unternehmen?“
Die Mädels gackerten ein bisschen und zierten sich nach Weiberart, aber natürlich waren sie einverstanden. Wäre ja noch schöner, wenn seine Masche nicht mehr ziehen würde. Bis jetzt hatte er noch jede Frau gekriegt, die er haben wollte, wenn auch auf Umwegen wie bei der verdammten Irma.
Eine halbe Stunde später verließ Chris mit seinen Eroberungen das Strandcafé. Eine wirklich tolle Nacht stand ihm bevor. Er lächelte siegesbewusst und ein bisschen hämisch in sich hinein und dachte: Das hast du jetzt davon, Irma, du blödes sprödes Weib! Ich werde mich heute mal richtig amüsieren, und danach bist du Legende!

Alle Irma-Chris-Stories sind übrigens H I E R

Holidays in Kampodia

ALLES FERTIG!
KAPITEL X - Ausschnitt:
Glaubsalz Version 17* abgekürzt auch GS17 genannt, ist eine neue revolutionäre Substanz, die es ermöglicht, Menschen auch gegen ihre ursprüngliche Meinung dauerhaft von einem anderen Glauben zu überzeugen.
Im Augenblick besitzt das GS17 noch eine Halbwertszeit von vier Jahren. Das bedeutet, dass sich nach vier Jahren die Hälfte des GS17 zersetzt hat und die verbliebene Hälfte nur noch eingeschränkt auf den Probanden einwirkt. Man arbeitet aber an einer gesteuerten Halbwertszeit des GS17.
Gedanken darüber, wie man eine breitere Öffentlichkeit mit dem GS17 erreichen kann, werden zur Zeit erörtert und diskutiert von einem wissenschaftlichen Expertenteam. Man denkt zum Beispiel an die Verbreitung des GS17 im Trinkwasser, um danach durch gezielte unterschwellige Werbung im TV die bestmöglichste und effektivste Wirkung zu erreichen.
Anwendungsbereiche: Im politischen, geschäftlichen, sowie auch im privaten Bereich.
Nebenwirkungen: Keine
Nachteile: Gewisse Kältegrade können die komplizierte molekulare Struktur des GS17 zerstören. Diese Gefahr kann aber vernachlässigt werden, weil die Überlebenschancen gering sind (eintretender Tod oder Fehlfunktion = 80%).
Fazit: GS17 wird kontinuierlich weiterentwickelt, zumal ein großer Bedarf danach besteht (Beispiel: Präsidentschafts- oder sonstige politische Wahlen)
Ein weiterer Bedarf besteht auch bei den großen Kirchen in diesen Zeiten der schwindenden Gläubigen. Der Vatikan hat schon großes Interesse signalisiert.
Unsere Geschäftspolitik ist erfolgreich, und unsere Devise hat sich bestätigt: Nur wer‘s glaubt, ist selig...
*Es besteht keine Ähnlichkeit mit dem harmlosen Abführmittel Glaubersalz.
(Auszug aus einem hochgeheimen Bulletin der FIRMA)

Fortsetzung folgt, aber nicht mehr in diesem Theater, sondern dort:
Was geschah und geschehen wird und fertig ist...

Recent Visitors... ist leider übern Jordan gegangen. Schade drum, es war schön zu sehen, wie die Welt bei mir vorbei schaute...