ALLTAGSFRUST

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Oh Robbie,

eigentlich bist du ja ein total cooler Typ, gutaussehend auf eine rotzige Weise, die viele Mädels anspricht, interessanterweise auch vorbelastet mit ein paar Drogenproblemen, Identitätsproblemen, na ja, halt mit so Prominentheitsproblemen.
Und ich war nie ein richtiger Fan von dir, aber ich mochte deine Songs, Millennium zum Beispiel.
Aber als ich dich jetzt im TV sah, war ich ein bissken enttäuscht. Du kamst mir bei deinem Auftritt fast so unscheinbar vor wie der Typ, der morgens die Straßenbahn mit Ach und Krach mitkriegt.
Und dann kamen noch Assoziationen dazu wegen deines blöden mausgrauen 7/8 langen Kittels, und ich musste automatisch an den Hausmeister Krause denken und an seinen Spruch: Alles für den Dackel - Alles für den Club. Nicht dass ich das jemals gesehen hätte - wenn dann nur in der TV-Eigenwerbung. ;) Jedenfalls krieg' ich das nicht mehr aus meinem Kopf!!!

Aber es macht dich menschlicher...

Samstag, 17. Oktober 2009

Illusionen...

Nachdem ich heute dieses alte Foto wiederfand, erkannte ich, dass meine Kindheit wohl vorbei ist. Aber die nette Tante auf dem Bild hieß Tante Margret, das weiß ich noch. Wieso weiß man immer so viel aus der Vergangenheit und nichts von dem, was gestern passiert ist?

Deswegen hab' ich mir vorgenommen, von jetzt an alles aufzuschreiben, damit ich es nicht vergesse. Denn wieder ist eine Illusion den Bach runter gegangen, nämlich die Illusion vom unverwüstlichen Bambus. Ich hab ja sowieso gedacht, dass eine Welt, in der es nur Bambus gibt, irgendwie stupide und sehr einseitig wäre, es erinnnerte mich schwer an einen Science Fiction Roman, weiß aber nicht mehr, wie der hieß.
Jedenfalls ist Bambus bei weitem nicht so hart, wie er oder seine Vertreiber es behaupten. Dieses Schneidbrett ist ein Weichei, heute gekauft - heute schon zerrauft...

Donnerstag, 17. September 2009

No longer blond

Heute stellte ich fest: Meine Haare sind irgendwie olivgrün, also absolut farblos, und sie machen mich unfreundlich.
Bisher war ich blond, noch früher blonder, und ganz früher genügte im Sommer ein einziger Sonnenstrahl, um mein blondes Haar zur Weißglut zu treiben, fast sah ich dann aus wie ein Albino.
Zu dieser Zeit war ich sehr freundlich, wie es schien. Aber im Laufe der Jahrzehnte verschwand diese Eigenschaft, und ich war einfach nur noch mittelblond, später dann straßenköterblond, aber immer noch irgendwie blond.
Doch jetzt nicht mehr. Meine Haarfarbe passt perfekt zu der olivgrünen Strickjacke, die ich verabscheue.
Also Aufblonder gekauft, soeben strähnchenweise aufs Oliv aufgetragen - und jetzt harre ich der Dinge, warte auf Freundlichkeit...

Samstag, 22. August 2009

Watermelone Man...

oder wie ich lernte, die Melone zu hassen

Dieser elende Ohrwurm, ich krieg' ihn einfach nicht aus meinem Kopf! Und das Bild der riesigen Melone auch nicht. Dabei fing alles ganz harmlos an:

„Ich fahr' für eine Woche nach Holland“, teilte meine Schwester mir mit – sie wohnt im gleichen Haus wie ich. Und als Abschiedsgeschenk von ihr fand ich am nächsten Tag eine riesige Melone vor meiner Türe, mit einem Zettel darauf: „Lasst sie euch gut schmecken!“
Wie nett von ihr, und Wahnsinn, so eine riesige Melone hatte ich noch nie gesehen – sie war einfach überwältigend! Nur wo unterbringen? Den Kühlschrank samt Zwischenböden ausräumen? Auch dann hätte sie nicht hineingepasst. Also in die kühle Waschküche, ja wirklich, wir nennen eine altmodische Waschküche unser eigen, okay, es ist eher eine modrige feuchte Gruft... Ich nahm also die Sackkarre und hievte die Melone in die Gruft... äääh Waschküche, um sie etwas zu kühlen. Die Melone natürlich und nicht die Waschküche.
Der Transport schien mich zu beschwingen, denn schon in der Waschküche hörte ich diese Melodie im Kopf. Ein Stück von Herbie Hancock war es, nämlich 'Watermelone Man'... Ich musste lachen, früher hatte ich immer gedacht, es hieße 'WHAT A MELLOW MAN'... Aber 'Watermelone Man' passte viel besser!
Wassermelone ma
Nach zwei Tagen wagte ich es, die Melone anzuschneiden. Ich brauchte dazu eine Axt, denn kein normales Messer hätte sie durchtrennen können. Ich metzelte also ein Viertel davon ab, schleppte es nach oben und präsentierte es meinem Mann. „Wow“, sagte der schwer beeindruckt. Gut, wir aßen den ganzen Abend lang Melone, dann schnitt Bobo den Rest in appetitliche Stücke, die ich in meiner größten Tupperschüssel unterbrachte. Der Kühlschrank war voll. Und am nächsten Tag nahm ich die Tupperschüssel mit ins Büro – das war nicht sehr angenehm, weil ich bei der Fahrt dorthin zwei Sitzplätze belegen musste... Aber die Sache war es wert, denn meine Kollegen konnten sich endlich einmal richtig satt essen.
Leider war immer noch was vom ersten Viertel übrig. Die Kollegen verspürten keinen Hunger mehr auf Melone, meine Freunde winkten ab... Was blieb mir also übrig? Kurzentschlossen verteilte ich die Melonenstücke in der hintersten Ecke des Gartens auf einem Stück Brachland, wo eh nix wuchs. Aber vielleicht würde ja die gewaltige Düngung durch die Melone einen Wachstumsschub bewirken.

Und immer noch hörte ich es im Geiste: 'Watermelone Man'... Aber es klang mittlerweile ein wenig lästig.

Zwei Tage später nahmen wir das zweite Viertel in Angriff. Irgendwie war uns ein bisschen die Lust auf Melone vergangen, und wir pickten uns nur die süßen Innenstücke heraus, den Rest warf ich unauffällig beim Spazierengehen in die Gegend. Ich brauchte zehn Spaziergänge dazu, und mich zwackte dabei ein ziemlich schlechtes Gewissen. Man wirft doch keine Lebensmittel weg, das hat mir meine Schwiegermutter eingebläut. Klar doch, die isst alles, auch wenn es schon halb vergammelt ist. Aber ICH NICHT!

Gut, die Hälfte war gegessen, beziehungsweise entsorgt. Ich wuchtete die übrig gebliebene Hälfte der Melone von der Waschküche auf meine Terrasse. Meine Schwester würde nämlich bald wieder da sein, und in der Waschküche hätte sie die verflixte Melone sehen können.
Ich versteckte sie auf der Terrasse unter alten Zeitungen. Sie sah in ihrem Müllbeutel immer noch prächtig aus, ihr zartrotes Fruchtfleisch wirkte immer noch sehr, na ja zartrot...
Ab und zu beim Abstauben schaute ich sie vorsichtig an. Und sie schaute vorwurfsvoll zurück. „Warum isst du mich nicht?“, schien sie zu fragen, jedenfalls bildete ich mir das ein. Und in meinem Kopf ertönte unangenehm das Stück 'Watermelone Man'.
Was sollte ich nur tun? Wegschmeißen konnte ich sie nicht, die Mülltonne wäre unter ihrem Gewicht glatt zusammengebrochen, und Garten und Gegend waren ja auch schon melonengesättigt. Also wartete ich... Aber auf was? Meine Schwester war mittlerweile wieder zu Hause, doch seltsamerweise fragte sie nicht, ob die Melone mir gemundet hätte.
Wirklich seltsam... Und dann kam’s mir. Ich erinnerte ich mich daran, dass ich die Melone schon bei ihr gesehen hatte, die musste uralt sein, älter als Methusalem. Klar doch, Schwesterherz hatte mich reingelegt, sie schmeißt nämlich auch nicht gerne was weg.
Das verdammte Stück 'Watermelone Man' dröhnte in meinem Kopf...

Ich verdrängte die Melone aus meinen Gedanken, nur durch Zufall warf ich ihr heute Morgen einen verlegenen Blick zu, und was soll ich sagen: Sie war im Begriff, sich aufzulösen. Das Fruchtfleisch fing an zu wässern und vergammelte anscheinend. Das war die Gelegenheit! Ich ergriff todesmutig den triefenden Riesenabfallbeutel, schleppte ihn vorsichtig ins Badezimmer und hielt ihn über die Kloschüssel. Dort wrang ich den Beutel regelrecht aus, während ich mir die Nase zuhielt, denn das Zeug stank wie die Pest. Nachdem der Saft ins Klo abgegangen war, konnte ich den Rest endlich in die Mülltonne entsorgen.

Triumphierend erklang die Melodie, aber ich hatte den Text ein wenig abgewandelt, nämlich zu seiner ursprünglichen Form, nämlich: 'WHAT A MELLOW MAN'. Das passte viel besser!

@ Danke Herbie Hancock!

Samstag, 25. Juli 2009

Oh Siouxsie...

RATZFATZ REIß RATZFATZ TRET FETZFETZFETZ....
Klein Siouxsie spielt neben Frau Iggy auf dem Fransenteppich. Wie süß!
Lächelnd wendet sich Frau Iggy vom PC ab und Siouxsie zu.

KREISCH!!!

Dieses Untier, das ist ja eine riesige Taube, die Siouxsie da gerade fluddert, gerade mal ein bisschen kleiner als sie!!!

Nachdem Frau Iggy den Schock überwunden hat, holt sie seufzend zwei große Müllbeutel und überlegt nebenbei, wem sie eine tote Taube schicken könnte...

Freitag, 17. Juli 2009

Warten auf, die Zweite...

HEUTE 8:00 Uhr morgens: Wie schön, ich habe Urlaub, und außerdem habe ich was bestellt, es wird durch einen Kurierdienst angeliefert, muss also erst einmal zu Hause bleiben, hoffentlich kommt es früh...

9:00 Uhr morgens:
Ein Lieferwagen hält auf der anderen Straßenseite, aber es ist DHL, und DHL ist falsch. Danach ist die Straße wie leergefegt, kein Auto kommt mehr, und kein Auto parkt hier. Bin ich die einzige, die noch da ist, oder befinde ich mich in einer Parallelwelt, eine in der es keine Autos gibt und demzufolge auch keine Kurierdienste?

Okay, werde ich halt Betten beziehen und Lattenroste hochheben, um auch darunter sauberzumachen. Diese Schubladenbetten sind ja ganz praktisch, aber man kommt so schwer an ihr Innenleben...

Halbe Stunde später:
Sieht aus, als hätte eine Bombe im Schlafzimmer eingeschlagen. Und im Garten sieht's auch nicht viel besser aus, habe beide Matratzen nach draußen geschleift, damit sie ein bisschen Sonne abkriegen. Ich beneide sie!
Steige umständlich in das Bett, sauge umständlich und reichlich Staub, wische dann umständlich, irgendwas klebt da, hat vielleicht eine von den Katzen was markiert? Zuzutrauen wäre es ihnen. Schweinebuckelbande!

10:00 morgens: Immer noch nichts in Sicht. Ich lausche hinaus, ob vielleicht ein Auto kommt. Kommt aber nix. Alles sieht aus wie ausgestorben.

Grübele über die Einsamkeit des Lebens allgemein - und über die Einsamkeit des Wartenden insbesondere nach...

Sortiere alles, was sich in den Bettschubladen befunden hat. Sortiere es nach Schönheit, nach Alter und nach Verwendbarkeit. Stelle fest, dass fast alle meine Hand- und Geschirrtücher Schrott sind. Nach einer Stunde sind die Bettschubladen fast leer, stattdessen türmt sich vor mir eine gewaltig große Plastiktüte auf, die für den Altkleidercontainer vorgesehen ist.

11:00 morgens: Kafffeeeee muss her!!! Hmmm, der ist auch fast alle, reicht vielleicht noch für zwei Tassen...

12:00 mittags: Wenn ich jetzt nichts esse, dann verhungere ich. Hab' leider nichts im Haus außer Brot und Margarine. Denn gestern war die Kühltheke im Pennymarkt kaputt – alles wie leergefegt – und schon machten die wildesten Gerüchte die Runde. "Die machen zu", sagte eine ältere Kundin. "Nein, meinte eine andere, "die ziehen um..." Na ja, eben die Ängste, die man so hat, wenn ein Lebensmittelladen nach dem anderen sich verkrümelt... Hoffe aber, dass nur die Kühltheke kaputt war. Klopf auf hartes Brot...

Verzehre mein frugales Mahl, bestehend aus Brot, Margarine und einem Stück Käse, das ich in einer Ecke fand, es gehörte wahrscheinlich einer Maus. Katze Siouxsie fängt ja gern Getier jeglicher Art, verschusselt aber zum Glück alles wieder...

12:15 mittags: Sehe draußen einen Opa in seinem Kombi herumkramen, Hoffnung erfasst mich, vielleicht ist es ja... Aber nein, er steigt ein und fährt einfach weg.

12:45 mittags:
Habe Langeweile, gehe nach draußen, um im Vorgarten ein bisschen zu werkeln. Wunderbar heiß ist es, und kein Schwein, geschweige denn ein Auto lässt sich blicken...

13:40 mittags: Nachdem ich schweißgebadet alle Hoffnungen aufgeben habe – morgen ist ja auch noch ein langer Tag – höre ich tatsächlich von weitem ein Auto, und dann sehe ich es sogar, es handelt sich um einen weißen Lieferwagen mit Aufschrift: GLS, Transporte und blahblahblah (unlesblah)... Sie sind gekommen! Endlich!
ICH BIN FREI! ALLÉLUJA !!!

Mittwoch, 1. Juli 2009

B.Hauptungen...

"Mammas sind alle dick." behauptete mein Großneffe.
Hmmm, seine Mutter trug früher Kleidergröße 36 und jetzt vielleicht 38...

"Du bist doch nicht fett!" sagte letztens ein Abeitskollege zu einer Arbeitskollegin, die massenhaft ein wenig zugelegt hat an Oberkörperweite - und meiner Meinung nach ziemlich topplastig aussieht...

"Du bist doch nicht fett!" sagte Freund K. letztens zu mir.
Jetzt bin ich echt ein bisschen verunsichert. Außerdem fällt mir gerade ein, dass ich zwar großartig ein Brötchenessen für heute abend angekündigt habe - und ich habe auch jede Menge Zeugs dafür gekauft. Nur etwas fehlt: Nämlich die Brötchen...

Samstag, 18. April 2009

Nie wieder samstags...

Fuhr ganz früh nach Ikea, wollte Tür für'n Küchenunterschrank kaufen.
War ein bisschen früh da, machten erst um 10 Uhr auf, mit den Hufen scharrende Meute wartete mit mir. Klappte dann gut, Verkäufer erwischt, alles klar. Wollte noch die Füße für den Schrank kaufen. Hatte beim letzten Mal keine Lust gehabt, die mitzunehmen. Machte mich auf den Marsch durch die Markthalle in Richtung SB-Möbel. Füße waren aber nicht mehr dort, wo sie letztes Mal waren...
Also erkundigen. Wieder zurück durch die Markthalle, wollte Weg abkürzen - und stand nach fünf Kilometern wieder vor dem SB-Möbel-Teil... Also wieder durch die Markthalle, diesmal korrekten Weg genommen, wollte kein Risiko eingehen. Schmiss alles von mir, was ich mir aufgeladen hatte, die Bettwäsche, den Spiegel, die Plastikbecher, den Blumentopf. Dauerte leider etwas länger mit dem Verkäufer, war voller geworden, kriegte aber die Information, wo die vermaledeiten Füße waren. Also wieder durch die Markthalle. Füße (meine eigenen) taten weh, überlegte, ob ich die Pantoffeln anziehen sollte, die ich nicht weggeworfen hatte.
Füße gefunden, Tür erhalten, Mann war die leicht, nur 3 Kilo, musste lachen, hatte mindestens mit 15 gerechnet.
Und auch billig, nur 19,99, keine zwanzig Euro!
Straßenbahn kam nicht, wurde auch nicht angezeigt. Scheiß Neun, die kommt nie! Also Taxi genommen, wir haben's ja. Na also, doch 30 Euro!

Das musste ich jetzt unbedingt loswerden, und ich glaube, ich habe zuviel Horst Evers gelesen...

Samstag, 21. März 2009

Er ist tatsaechlich da,

der Frühling natürlich.

Denn heute ertastete ich an Grautiger Tiggers Stirn die erste Zecke. Ein RIESENEXEMPLAR!!!

So ein Mist! Ich hab' ja gedacht, ich könnte das mit dem teuren Antifloh- Antizecken und Antihaarlingezeugs noch ein Weilchen hinauszögern.

PS: Wobei ich noch nie einen Haarling gesehen habe...

Freitag, 13. März 2009

Wie ein Haufen Unrat


sieht dieses Packerl aus. Ich kann eben keine Geschenke einpacken. Und dieses Geschenk beflügelt meine Fantasie nicht im geringsten. Simple Geschirrtücher, nullachtfünfzehn, farblos, nichtssagend und schrecklich.

Na ja, zumindest gekauft habe ich sie nicht...

Verzapftes:

sinnvoll wäre
eine religion, in der reinkarnation nicht nur keine...
Iggy - 7. Nov, 16:59
vor dem essen...
...beten? taucht sowieso die frage auf "welcher glaube...
dancefloor - 7. Nov, 13:51
pampanga,
welch ein magischer name. wenn es dort meneater gibt,...
Iggy - 6. Nov, 20:59
bis nach...
...pampanga schaffe ich es nicht mehr bzw. will ich...
dancefloor - 6. Nov, 11:33
und es hat vielleicht...
aufgeweckt, siehe den geo-anzeiger, besuch aus pampanga,...
Iggy - 5. Nov, 16:15

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meine anderen:




und hier gibt es richtige Bücher von mir, alias.I:


e-mail:
nonamebike at aol dot com
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Listinus Toplisten

TOPP, die WETTE...

mutiert allmählich zum Roman.
Ausschnitt aus TOPP, wie es begann 3:

Eine halbe Stunde später verließ Chris mit seinen Eroberungen das Strandcafé. Eine wirklich tolle Nacht stand ihm bevor. Er lächelte siegesbewusst und ein bisschen hämisch in sich hinein und dachte: Das hast du jetzt davon, Irma. Du blödes sprödes Weib! Ich werde mich jetzt amüsieren, und dann bist du Legende!
~~~~~~~~~~~
Er wachte auf mit dickem Kopf und einem pelzigen Geschmack im Mund. Vermutlich lag es am vielen Rotwein.
Was war sonst noch passiert? Mühsam versuchte er sich zu erinnern, aber sein Kopf tat zu weh. Und als sich schließlich die Nebel seiner Erinnerung etwas lichteten, stöhnte er gequält auf. Es gab keinerlei Erinnerungen, die irgendwas mit Sex zu tun hatten. War vielleicht gar nichts passiert?
Mit schmerzendem Kopf bemühte er sich weiter, der vergangenen Nacht ihre Geheimnisse zu entringen.
Und nach einer geraumen Weile setzte er sich fassungslos im Bett auf – nicht ohne sich vorher an den schmerzenden Kopf gefasst zu haben – und er fühlte sich entsetzlich. Aber nicht wegen des Katers.
Sondern, oh Gott... Er hatte doch tatsächlich keinen hochgekriegt!
Entsetzen machte sich in ihm breit. Wie konnte das passieren? So alt war er doch noch gar nicht. Bis jetzt hatte er noch nie versagt, und mit einunddreißig durfte so was nicht passieren. Was war los? Was war mit ihm passiert, beziehungsweise nicht passiert?
Er ließ sich stöhnend ins Bett zurücksinken und versuchte, den gestrigen Abend zu rekonstruieren:

Alle Irma-Chris-Stories sind übrigens H I E R, alle bis auf die, die noch kommen...

Holidays in Kampodia

ALLES FERTIG!
KAPITEL X - Ausschnitt:
Glaubsalz Version 17* abgekürzt auch GS17 genannt, ist eine neue revolutionäre Substanz, die es ermöglicht, Menschen auch gegen ihre ursprüngliche Meinung dauerhaft von einem anderen Glauben zu überzeugen.
Im Augenblick besitzt das GS17 noch eine Halbwertszeit von vier Jahren. Das bedeutet, dass sich nach vier Jahren die Hälfte des GS17 zersetzt hat und die verbliebene Hälfte nur noch eingeschränkt auf den Probanten einwirkt. Man arbeitet aber an einer gesteuerten Halbwertszeit des GS17.
Gedanken darüber, wie man eine breitere Öffentlichkeit mit dem GS17 erreichen kann, werden zur Zeit erörtert und diskutiert von einem wissenschaftlichen Expertenteam. Man denkt zum Beispiel an die Verbreitung des GS17 im Trinkwasser, um danach durch gezielte unterschwellige Werbung im TV die bestmöglichste und effektivste Wirkung zu erreichen.
Anwendungsbereiche: Im politischen, geschäftlichen, sowie auch im privaten Bereich.
Nebenwirkungen: Keine
Nachteile: Gewisse Kältegrade können die komplizierte molekulare Struktur des GS17 zerstören. Diese Gefahr kann aber vernachlässigt werden, weil die Überlebenschancen gering sind (eintretender Tod oder Fehlfunktion = 80%).
Fazit: GS17 wird kontinuierlich weiterentwickelt, zumal ein großer Bedarf danach besteht (Beispiel: Präsidentschafts- oder sonstige politische Wahlen)
Ein weiterer Bedarf besteht auch bei den großen Kirchen in diesen Zeiten der schwindenden Gläubigen. Der Vatikan hat schon großes Interesse signalisiert.
Unsere Geschäftspolitik ist erfolgreich, und unsere Devise hat sich bestätigt: Nur wer‘s glaubt, ist selig...
*Es besteht keine Ähnlichkeit mit dem harmlosen Abführmittel Glaubersalz.
(Auszug aus einem hochgeheimen Bulletin der FIRMA)

Fortsetzung folgt, aber nicht mehr in diesem Theater, sondern dort:
Was geschah und geschehen wird und fertig ist...