ALLTAGSFRUST

Dienstag, 4. November 2014

Streik ist gut, Streik ist Sch....

Die Beisetzung von meinem Papa steht bevor, ich möchte mich von ihm verabschieden, möchte viele Verwandte noch einmal sehen, denn es wird das letzte Mal sein, dass ich dorthin fahre. Aber ich befürchte, ich schaffe es nicht.
Die GdL streikt bestimmt - aber eine kleine Hoffnung habe ich noch, nämlich Freitag Mittag zum Bahnhof zu fahren (falls sie wider Erwarten doch nicht streikt) eine Fahrkarte zu kaufen und in den Zug zu steigen. Ich befürchte aber, datt wird nix.
Andere Möglichkeit: Meine Nichte und ihr Auto. Aber die ruft nicht zurück und hat anscheinend keinen Bock auf Opas Beerdigung. Die enterbe ich. Auf der Stelle!
Noch 'ne Möglichkeit: Fernbus. Die Hinfahrt könnte sogar klappen, von Essen bis Göttingen, dann mit dem Taxi weiter ins Dorf, es sind nur schlappe 55 Kilometer. Aber bei der Rückfahrt hapert's: Entweder direkt vom Friedhof ins Taxi - oder ich übernachte im Dorf und fahre am nächsten Tag früh am Abend zurück, weil vorher nix fährt. Wieder wäre ein Taxi angesagt oder nette Verwandte, die einen nach Göttingen bringen würden. Mittlerweile hasse ich den Namen Göttingen. Oder alles was mit G anfängt, zum Beispiel GdL...
Noch 'ne Möglichkeit: Ein Freund fährt mich hin. Aber das kann und will ich nicht von ihm verlangen.
Wir werden sehen. Oder auch nicht.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Der Unterschied beginnt beim...

Namen. Ach ja? Worin unterscheidet sich die Karspasse von den Banken? Ursprünglich hatte die Karspasse den Auftrag, kleinere Unternehmensgründungen innerhalb der Region zu finanzieren. Deshalb gab es auch für Anleger weniger Zinsen als bei den Banken.
Den Angestellten bei der Karspasse ging es gut, weil: sie waren halb und halb im Öffentlichen Dienst. Dann bekam das Bild Risse: Immer mehr Schließungen von Filialen, zum Beispiel in Essen Frohnhausen. Ein Geldautomat blieb, das war nett.
Aber in der nun verwendeten Filiale müssen die Angestellen hinter ihren Glasschaltern STEHEN (während die höheren Chargen sitzen dürfen). Ich finde das zum KOTZEN! Außerdem muss man für jede blöde Frage einen Termin machen - und dann wollen sie einem gleich einen Investmentfont andrehen.
Danke liebe Karspasse, was du uns in der Werbung erzählst, ist totale Veräppelung!

Sonntag, 5. Oktober 2014

Ich bin kein Freund

... von Versicherungen - und darin wurde ich bestätigt.
Mein Arbeitgeber (hab' irgendwas ihn selig), hatte damals für mich eine sogenannte Direktversicherung abgeschlossen. Hörte sich gut an: Man bekam von dem mittlerweile Verblichenen ein bisschen was dazu, konnte selber noch Vermögenswirksame Leistungen reinwerfen - oder freiwillig was abzwacken. Man zahlte keinerlei Sozialversicherungen, sondern nur Steuern in Höhe von 20 Prozent...
Bei meinem Gehalt war der Steuersatz damals zwar viel niedriger, aber mein Goottt... Also hab' ich es getan, und jetzt ist die Summe fällig.
Doch.... leider leider muss ich nun doch Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeiträge zahlen. Bei der KV nicht etwa ungefähr die Hälfte wie allgemein üblich, sondern das volle Programm von 15,5 Prozent plus 2,3 Prozent Pflegeversicherung. Tja, und damit sind fast 18 Prozent der Kohle futsch bei Auszahlung der VOLLEN Summe. Wer die MONATLICHE Auszahlung wählt, muss NUR 10 Jahre bluten.
Ich möchte jetzt nix dazu sagen, aber denken tu ich mir schon was... ;-

Mittwoch, 24. September 2014

Klingelt nicht an meiner Tür...

Heute morgen schellte es. Ich sofort zur Tür, dachte, die bestellte Klamotte wäre angekommen. Aber statt der Klamotte stand da ein Typ, gekleidet in rot-weiß-schwarz, oder war's in rot-weiß? Meine kundigen Augen lasen etwas von Maltitern oder waren es Johannesen - und schweiften sofort auf Abwehrstellung um.
Das Gespräch lief folgendermaßen ab:
"Guten Tag, ich bin von den Johann - Maltitern... Sie haben doch bestimmt einen Moment Zeit?"
Ich: "Möchten Sie eine Spende?"
Er: (druckst rum) "Nicht direkt..."
Ich: Also soll ich Mitglied werden!"
Er: (druckst rum) "Jaaaa....."
Ich: "Danke schön, aber ich habe keine Zeit!"

Jetzt fragt sich ein jeder (also ungefähr drei Leute), warum ich so schroff war, das steht hier geschriwwe (ziemlich veraltet, aber immer noch aktuell:
Klingel nicht an meiner Tür

Montag, 1. September 2014

Mehr Sein als Schein...

Vorgestern sagte ich zu Mann:
"Seltsam, es kommt mir vor, als wäre heute Samstag..."

"Könnte es deswegen sein, weil heute Samstag ist?", erwiderte er.

Au Mann!

Freitag, 15. August 2014

Abdecker am Werk...

Wer mal so richtig kotzen will, sollte am Donnerstag Abend TRL gucken. Das ist wie ein Unfall, man traut seinen Sinnen nicht, kann aber nicht wegschauen.

Hammer! Erst wird eine Bude gezeigt, die abartig verkommen ist, datt Ding wird nun auf - watt weiß ich - Kosten von blahblah renoviert oder gar abgerissen und neu aufgebaut.
In diesem Fall handelt es sich um den Besitz des arbeitslosen alkoholsüchtigen Familienvaters A., der dieses Unwesen von einem Anwesen bewohnt mit seiner Frau, seiner Tochter und seinem Sohn, ferner mit einem Pferd und dem mit dem Pferd befreundeten Ziegenbock. Nettes Kerlchen, der Ziegenbock. Pferd und Bock werden vom Renovierungsteam während der Neubauphase auf einem Bauernhof untergebracht. Dort verstirbt nach kurzer Zeit das Pferd, fünfzehnjährig. Die ersten Tränen fließen von Seiten der Tochter. Vom Ziegenbock ist keine Rede mehr. Ich bin verunsichert.
Egal, das verkommene Unwesen wird wieder in Schwung gebracht, circa dreißig fleißige Handwerker tun dort ihr Handwerk, während die Ehefrau ihre arthrosischen Hände operieren lässt, die natürlich nur wegen der Feuchtigkeit im Unwesen so arthrosisch sind. Vom Ziegenbock immer noch keine Rede. Ich mache mir Sorgen: Der arme kleine Bock, sein großer Freund Pferd ist unerwartet verstorben, das kleine Ziegenböcklein nun alleine...
Der Bau wird vollendet, er ist prächtig geraten, mit Fußbodenheizung, einem Kamin, alles super isoliert... Tränen fließen, Umarmungen...
Und zuguterletzt kommt noch die Überraschung: Ein neues Pferd für die leidgeprüfte Tochter! Tränen fließen! Umarmungen...
Ich bleibe ungerührt, habe mich immer gewundert, wie man mit angeblich 800 Euro Hartz IV ein Pferd unterhalten kann. Kein Wunder, dass es so schnell abgekratzt ist.
Jetzt passt mal auf, ihr Arschlöcher von LRT! Ihr könnt von mir aus Prachtbauten verschenken an irgendwelche Gurken, ich gönne es ihnen von Herzen! Aber Ihr müsst euch auch an die Fakten halten. Ziegenbock!!! Wo ist der Ziegenbock abgeblieben!!! Habense den auch an den Abdecker übergeben? So ein fünfzehnjähriges Pferd stirbt nicht von einer Woche zur anderen. Oder ist alles nur erlogen und erstunken?
Ich hoffe es fast.

Dienstag, 1. Juli 2014

Proteinlose Zeiten…

Heute mal wieder mit’m Radl nach Aldi gefahren, um Katzenfutter für die drei Schätzeleins zu kaufen. Sofort musste ich an den Witz denken:

Trifft einer einen Bekannten mit Migrationshintergrund und sagt zu dem: "Ich geh jezz nach Aldi."
Sagt der Bekannte mit Migrationshintergrund: "ZU Aldi, ZU Aldi!" Anscheinend so'n Klugscheißer.
"Wie jezz? Aldi ZU?"


So ähnlich fühlte ich mich vor drei Jahren, als ich freudestrahlend DREI Häuserblocks weiter nach Aldi ging. Aber watt soll ich sagen: Aldi ZU! Klasse!!!
Also fuhr ich mit Fahrrad zum nächsten, der ganz schön weit weg ist. Ging 'ne zeitlang gut, dann letzten Herbst wieder: Aldi ZU! Die bauten einen neuen Einkaufspalast, obwohl im alten schon kaum einer drin war. Also noch weiter gefahren zum nächstennächsten Laden, dort gab's Katzenfutter, aber es war elend weit weg!
Sechs Monate später war der Neubau durch, ich freudestrahlend rein, aber sie hatten nicht mein Katzenfutter, nur den proteinlosen und zuckerhaltigen Scheiß. Zwei Monate später gab es dann welches - dann wieder nicht. Mittlerweile nutze ich jede Gelegenheit, um andere Aldis heimzusuchen, sogar als ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, schleppte ich aus der örtlichen Filiale ein paar Döschen mit nach Hause.
Das war gut… denn als ich heute auf Einkaufstour fuhr, gab es wieder nix. Nothing! Niente!
Allmählich wird die Katzenfutterbeschaffung zum Problem. Bei Penny ist das Zeug mittlerweise so proteinlos, damit könnte man ein Kaninchen ernähren, bis auf eine einzige Sorte, falls es mal ein Schächtelchen davon gibt. Irgendeiner kauft mir die Dinger vor der Nase weg! Bei Lidl habense nur eine Sorte, die in Frage kommt, die kann man sogar kaufen, aber die Katzen fressen sie nicht gerne. Bei Aldi habense nix. Ach verdammt!
Proteinlose Zeiten kommen auf die Katzen zu…

Montag, 9. Juni 2014

Tramsitverkehr...

Lange nicht mehr gefahren, gehe lieber zu fuß oder fahre (bei gutem Wetter) mit dem Radl. Aber manchmal kommt man nicht drumherum. Die Hinfahrt klappte einwandfrei, die Rückfahrt nicht so. Ich war noch bei ALDI einkaufen, ALDI befand sich in der Nähe, das muss man ausnutzen, also stand ich vollbepackt mit Katzenfutter im Rucksack und einer überaus schweren Schultertasche an der Haltestelle und wartete auf die 109.
Die kam aber nicht. Ich suchte den Schatten der Toreinfahrten, um den Krabbensalat, den ich zusätzlich gekauft hatte, nicht der sonnigen Verwesung auszusetzen. Ich selber schmolz bald dahin, immer wieder geweckt von dem dröhnenden Lärm der Autohupen. Ich bin in einem südlichen Land, dachte ich verschwommen, so viele Leute, so viel Krach, wo bin ich?
Irgendwann kam dann die Tram, ich kriegte sogar einen Sitzplatz. Leider stieg eine Haltestelle weiter ein sogenannter Selbstquatscher ein. Gefährlich, gefährlich. Denn wenn man so einen Selbstquatscher einmal ansieht, dann wird er zum Quatscher. Ich versuchte permanente aus dem Fenster zu schauen. Dreh dich nicht zur Seite, Selbstquatscher ist bereite, ging's mir durch den Kopf. Vermutlich ein Sonnenstich, den ich mir beim Warten auf die Tram zugezogen hatte.
Ein Mann mit einer Gehhilfe stieg ein, Selbstquatscher stand sofort auf, um ihm seinen Sitzplatz anzubieten. "Ich hab lang genug gesessen", sagte er. Sofort kriegte ich ein schlechtes Gewissen, so ein guter Mensch... Der Gehhilfenmann lehnte ab, er müsse sowieso gleich wieder aussteigen. Der Selbstquatscher, der mittlerweile zum Quatscher mutiert war, sagte: "Fünf Jahre in der DDR, wegen Aufwiegelei und Hetze."
Au Scheiße, nicht das, mein schlechtes Gewissen verflüchtigte sich, und ich guckte steinern nach rechts aus dem Fenster. Es kam auch keine Resonanz von den Anderen. Gut, gut!
Wir fuhren also schweigsam dahin. Gut, gut! Doch etwas stimmte nicht. Die Gegend stimmte nicht. Wo war ich? Oh nein, ich hatte nicht die 109 bestiegen, sondern die 103, und die fuhr woanders hin. Himmel, bei den vielen Baustellen sahen die Straßen alle gleich aus, wie soll man da feststellen, wo man ist? Egal, ich war falsch!
Der Selbstquatscher war zwei Haltestellen vorher ausgestiegen, und der Gehhilfenmann hatte sich samt Gehhilfe neben mich gesetzt, ich hievte alles an Rucksäcken und Taschen an mich, quetschte mich an ihm vorbei und stürzte mich hinaus.
Dem Himmel sei Dank kam sofort eine Bahn auf der anderen Seite an und beförderte mich zurück zum Knotenpunkt. Dort herrschte das Chaos, alles was an Kinderwagen und Behindertenstühlen in Essen aufzutreiben war, wurde gerade in Richtung Haltestelle gekarrt.
Ich will nicht weiter davon berichten, doch, noch ein bisschen: Als ich nur noch zwei Haltestellen vom sweet home entfernt war, arbeitete sich eine Furie zum Tramfahrer durch, beschimpfte ihn aufs Übelste, kreischte: "Das geht schon seit Tagen so, immer muss ich dreißig Minuten warten, ich komme immer zu spät! Wann wird das mal geändert!" Sie hielt sich dran, der Fahrer reagierte nicht, vermutlich war es ein Roboter. Aber sie fing immer wieder von vorne an. Bis sich schließlich ein Fahrgast ermutigte, ihr Paroli zu bieten: "Jetzt hör'nse doch mal auf! Der Fahrer kann doch nix dafür, der soll uns jetzt nur sicher nach Hause bringen...
Und so geschah es, ihr Kreischen wurde schwächer, ich kam sicher nach Hause. Und sang: Halleluja!

Donnerstag, 17. Januar 2013

laut Wetterbericht...

Mann: "Also, heute nacht soll es ein bisschen schneien, aber nur ganz wenig..."

Frau (gerade hereinkommend, außer Puste und mit durchnässten Stiefeln): "Ach, genausowenig wie heute morgen? Komisch, ich hab' eben eine halbe Stunde lang Schnee gefegt..."

Mann: "Das kann ja nicht viel Schnee gewesen sein..."

Frau: "Dann hab ich's mir wohl nur eingebildet, dass ich gestern DREIMAL fegen musste. Und schau mal, jetzt fängt es schon wieder an zu schneien!"

Mann: "Kann überhaupt nicht sein! Laut Wetterbericht bleibt es heute trocken."

Frau: "Seufzzzz..."

Mittwoch, 2. Januar 2013

Die guten Taten...

bereut man mehr als die schlechten...
Könnte sein, wie im Beispiel einer Freundin aufgezeigt:

Freundin, die auch schon 65 ist, wird von einer älteren Dame angerufen. Ältere Dame braucht was aus dem Keller ihres Hauses, aber sie kann nicht mehr so gut sehen. Freundin fährt hin und geht mit älterer Dame in den Keller.
Es gibt kein Licht im Keller, Freundin stolpert auf der vorletzten Treppenstufe, ihr Fuß verhakt sich mit der letzten Treppenstufe, sie stürzt und fällt auf ihr Gesicht. Ihr Fuß ist vollkommen verdreht, man sieht das Weiß des Knochens hindurchschimmern.
Fazit: Ganz komplizierter Knochenbruch, wird im Krankenhaus gerichtet. Ferner das Gebiss teilweise zerstört.
Der Bruch heilt nicht gut, der Fuß ist monatelang geschwollen, kaum ein Gang in den Garten ist möglich, geschweige denn die Wohnung sauberhalten oder gar Autofahren. Sie braucht für alles Hilfe. Freundin versucht, die Kosten loszuwerden, klagt gegen die ältere Dame, aber die kann sich auf einmal an nichts mehr erinnern - und kommt damit durch.

Fazit: Die guten Taten...


AVAAZ.org-Die Welt in Aktion Wasser… Noch ein geheimes Abkommen: TISA stoppen!

Kleinigkeiten
ZEICHNENSTUNDE... ;-)


K.O.M.M.E.N.T.A.R.E

Verzapftes:

die Lust am Untergang
endlich l e s e ich wieder was von dir, dass es gerade...
angelface (Gast) - 3. Jul, 07:38
Wie sagte schon Kant.
dass nur der freie Wille ein guter Wille sein kann. Ja...
Iggy - 7. Jun, 16:58
Diese Reize erwarten...
Diese Reize erwarten uns überall. Ich muss mich...
Moonbrother - 31. Mai, 02:22
Von wegen der 76 ...
Einfach mal umdrehen, datt is auch schon ätzend....
Iggy - 14. Feb, 17:22
dieses "Märchen"
Des Kaisers neue Worte... das hat was!! Habs gleich...
herbstfrau - 11. Feb, 19:48
drei Eisbären im...
waren's dann wohl. Weiße Schrift auf weißem...
iggy (Gast) - 9. Feb, 16:51
bitte mal reingucken..
bei mir. Iggy sagt- sie sieht keine Schrift bei mir...
herbstfrau - 9. Feb, 15:11
nee jetzt
76?? wenns kein Witz war, dann freut`s mich irgendwie. "header...
herbstfrau - 6. Feb, 12:02

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Mal was anderes...

Ausschnitt aus LOVE GAMES

Blau-weiß-rot...
Der Kleine trägt ein blau-weiß-rot gestreiftes Hemd, und das Muster kommt mir seltsam bekannt vor. Ich hatte mal ein Kleid, das war genauso gestreift wie dieses Hemd, und da war ich ungefähr genauso alt wie dieser Junge.
Blau-weiß-rot...
Es war in meinem Heimatdorf. Ich war in den Ferien mit meinen Eltern dort. Es wurde gerade Schützenfest gefeiert, und ich saß ausnahmsweise nicht auf einem dieser hin und her schwingenden weißen Karussellpferdchen, sondern in der sogenannten Kaffeemühle, einem runden Ding, bei dem sich in der Mitte eine Stange befand, und damit konnte man die Kaffeemühle zum Drehen bringen.
Raatttsch!!! Mein Kleid hatte sich irgendwo verfangen, es gab ein hässliches Geräusch, als etwas riss, und ich war zu Tode erschrocken. Meine Mutter würde mich umbringen.
Vorsichtig schaute ich an mir herunter, ich hatte Glück gehabt, nicht der Stoff selber war zerrissen, sondern nur eine Naht war aufgeplatzt auf circa fünfzehn Zentimetern Länge.
Sie würde mich trotzdem umbringen. Was sollte ich tun?
Ich schlich mich heimlich zum Haus meiner Oma, die nicht mit zum Schützenfest gegangen war. Ich suchte nach Nähzeug, wurde fündig in einem alten Nähkästchen, schloss mich im Klo ein, zog mein Kleid aus und nähte es. Ich nähte die aufgeplatzte Naht wahrscheinlich ziemlich plump und stümperhaft, aber ich nähte sie so, dass niemand etwas merkte. Sogar meine Mutter, deren scharfe Augen ich fürchtete, entdeckte nicht, dass ich sie reingelegt hatte. Irgendwann beim Waschen des Kleides sagte meine Tante zu meiner Mutter, dass die Sachen heutzutage sehr schlecht genäht wären, aber meine Mutter brachte das nicht mit mir in Zusammenhang. Ich hatte Glück gehabt...
Blau-weiß-rot...
Wieso habe ich gerade diese Szene im Sinn, als ich meine Mutter reingelegt hatte und nicht die vielen anderen, wo ich sie nicht reinlegen konnte?

TOPP, die WETTE... mutiert allmählich zum Roman.
Ausschnitt aus TOPP, wie es begann 3:

Chris auf IBIZA...
Die Mädels lächelten ihn an, und er lächelte zurück. Bis jetzt hatte er sich nicht groß um die anderen Urlauber gekümmert, er wollte einfach nur allein sein. Er wusste nicht warum, aber er konnte sich zur Zeit nicht auf andere Menschen konzentrieren. Und das nur, weil ihm diese Irma im Kopf herumspukte.
Aber damit war jetzt Schluss! Endgültig! Die Mädels machten nämlich einen viel versprechenden Eindruck. Vielleicht mal einen flotten Dreier versuchen? Sie sahen zwar nicht interessant aus – das war ihm im Moment sowieso egal – aber sie waren wirklich hübsch, die eine blond und vollbusig, die andere schlank, dunkelhaarig und nicht so üppg wie ihre blonde Freundin. Irgendwie hatte die Dunkelhaarige ein bisschen Ähnlichkeit mit Irma.
Oh nein, NICHT SCHON WIEDER DIE! Es reichte!
Chris riss sich zusammen. Sein Lächeln wurde automatisch eine Spur freundlicher, er beugte sich zum Nachbartisch herüber und sagte in dem gewinnenden Tonfall, den er perfekt beherrschte: „Na Mädels, habt ihr Lust, gleich was mit mir zu unternehmen?“
Die Mädels gackerten ein bisschen und zierten sich nach Weiberart, aber natürlich waren sie einverstanden. Wäre ja noch schöner, wenn seine Masche nicht mehr ziehen würde. Bis jetzt hatte er noch jede Frau gekriegt, die er haben wollte, wenn auch auf Umwegen wie bei der verdammten Irma.
Eine halbe Stunde später verließ Chris mit seinen Eroberungen das Strandcafé. Eine wirklich tolle Nacht stand ihm bevor. Er lächelte siegesbewusst und ein bisschen hämisch in sich hinein und dachte: Das hast du jetzt davon, Irma, du blödes sprödes Weib! Ich werde mich heute mal richtig amüsieren, und danach bist du Legende!

Alle Irma-Chris-Stories sind übrigens H I E R

Holidays in Kampodia

ALLES FERTIG!
KAPITEL X - Ausschnitt:
Glaubsalz Version 17* abgekürzt auch GS17 genannt, ist eine neue revolutionäre Substanz, die es ermöglicht, Menschen auch gegen ihre ursprüngliche Meinung dauerhaft von einem anderen Glauben zu überzeugen.
Im Augenblick besitzt das GS17 noch eine Halbwertszeit von vier Jahren. Das bedeutet, dass sich nach vier Jahren die Hälfte des GS17 zersetzt hat und die verbliebene Hälfte nur noch eingeschränkt auf den Probanden einwirkt. Man arbeitet aber an einer gesteuerten Halbwertszeit des GS17.
Gedanken darüber, wie man eine breitere Öffentlichkeit mit dem GS17 erreichen kann, werden zur Zeit erörtert und diskutiert von einem wissenschaftlichen Expertenteam. Man denkt zum Beispiel an die Verbreitung des GS17 im Trinkwasser, um danach durch gezielte unterschwellige Werbung im TV die bestmöglichste und effektivste Wirkung zu erreichen.
Anwendungsbereiche: Im politischen, geschäftlichen, sowie auch im privaten Bereich.
Nebenwirkungen: Keine
Nachteile: Gewisse Kältegrade können die komplizierte molekulare Struktur des GS17 zerstören. Diese Gefahr kann aber vernachlässigt werden, weil die Überlebenschancen gering sind (eintretender Tod oder Fehlfunktion = 80%).
Fazit: GS17 wird kontinuierlich weiterentwickelt, zumal ein großer Bedarf danach besteht (Beispiel: Präsidentschafts- oder sonstige politische Wahlen)
Ein weiterer Bedarf besteht auch bei den großen Kirchen in diesen Zeiten der schwindenden Gläubigen. Der Vatikan hat schon großes Interesse signalisiert.
Unsere Geschäftspolitik ist erfolgreich, und unsere Devise hat sich bestätigt: Nur wer‘s glaubt, ist selig...
*Es besteht keine Ähnlichkeit mit dem harmlosen Abführmittel Glaubersalz.
(Auszug aus einem hochgeheimen Bulletin der FIRMA)

Fortsetzung folgt, aber nicht mehr in diesem Theater, sondern dort:
Was geschah und geschehen wird und fertig ist...

Recent Visitors... ist leider übern Jordan gegangen. Schade drum, es war schön zu sehen, wie die Welt bei mir vorbei schaute...