1.) Vorsicht bei Gerüsten...
Das Haus bekommt einen neuen Antrich. Die Maler sind fertig, aber das Gerüst steht noch. Jemand von den Stadtwerken klingelt bei der alten Dame im Erdgeschoss und sagt, auf der etwas entfernten Hauptstraße wäre ein Wasserrohrbruch und ob er mal bei ihr das Wasser laufen lassen könnte. Alte Dame ist froh, Gesellschaft zu haben und erzählt bereitwillig von dem Loch in der Wand in ihrer Küche...
Das Gerüst ist endlich abgebaut. Vor der Wohnung der alten Dame steht eine Frau mit einem riesigen Blumenstrauß, sie entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten, die durch das Gerüst entstanden sind - und wird von alter Dame in die Wohnung gebeten. Frau interessiert sich brennend für das Loch in der Wand in der Küche und hat eine sehr laute Stimme...
Als Frau weg ist, stellt alte Dame fest, dass ihr kleiner Safe aus dem Wohnzimmerschrank herausgebrochen wurde. 500 Euro FUTSCH!
2.) Polizisten können gefährlich sein...
Es war ein sehr freundlicher Polizist, der den Siebenundachzigjährigen besuchte. Er interessierte sich für all dessen Lebensbelange, aber hauptsächlich machte er sich Sorgen um den alten Herrn, weil der sein Geld und den Familienschmuck so leichtsinnig in seiner Wohnung aufbewahrte, wie der alte Herr ihm bereitwillig erzählte.
Die beiden plauderten sehr nett miteinander, und der nette Polizist betonte immer wieder laut, dass der alte Herr sein Geld NIEMALS in der Schrankschublade, NIEMALS unter dem Bett und vor allem NIEMALS den Schmuck in dem Safe hinter dem Rosenbild aufbewahren sollte. Besser alles auf die Sparkasse bringen...
Als der nette Polizist weg war, stellte der Siebenundachzigjährige fest, dass 13.000 Euro futsch waren und der Familienschmuck auch.
Wie auch immer, haltet die Ohren und Augen steif und lasst euch nicht ausbaldowern...
... und nicht fotografiert habe, das waren die Gänse, die sich gerade in riesigen Schwärmen sammeln und die bald unser Land verlassen werden in Richtung Süden, die Glücklichen! Immer wenn ich sie schreien hörte, hatte ich entweder die Kamera nicht zur Hand - oder ich musste gerade ein Katzenklo saubermachen... Egal, andere haben es geschafft, und das sind zwar keine Gänse, aber es ist toll!
Ich musste also Katzenklos saubermachen. Warum? Meine drei (hahaha "meine"...) gehen ja nur draußen ihre Bedürfnisse befriedigen, es sei denn, es läge meterhoch Schnee oder der Boden wäre permafrostig gefroren.
Es war so: Vor fast vier Wochen schellte es bei mir, und die Frau von der Tierwacht fragte mich, ob ich für eine Woche zwei Katzen unterbringen könne. Das Elend ist natürlich groß, alle Plätze sind überfüllt, und sie hatte nur noch die Möglichkeit, die beiden Süßen in einer Dalmatinerbox quasi zu parken. Also sagte ich: "Jau!"
Die beiden sind richtig lieb, viel lieber als meine eigenen. ;-) Ihr Besitzer ist ein Junkie, der öfter mal umziehen muss, aus diversen undurchsichtigen Gründen. Wir haben mittlerweile festgestellt, dass es sich um Papa und Sohn handelt. Der weiße ist der Papa und der getigerte der Sohn. wir kennen noch nicht mal ihre Namen und nennen sie einfach Pappi und Darling. Die Geschwister von Darling hat Junkie an "gute Freunde" verschenkt, die Mutter von Darling hat die Frau von der Tierwacht dem Junkie abgeluchst, kastrieren lassen und gut vermittelt. Auch unsere beiden sind natürlich kastriert und hundertprozentig stubenrein. Also ideale Hauskatzen. Ich versuche gerade, ihnen die Trockenfutterfresserei abzugewöhnen...
Aber was wird mit ihnen, fragte ich Brigitte, die Tierwachtfrau. Anderswohin vermitteln? Der Markt ist gesättigt, und außerdem würde der sich doch sofort Nachschub besorgen, und dann fängt alles wieder von vorne an. Brigitte wusste es auch nicht, stimmte mir aber generell zu.
Okay, ich warte, die Jungs sind ja so lieb, aber fünf Katzen, wenn auch auf drei Etagen verteilt, sind ein bisschen viel. Ich fühle mich mittlerweile wie in einem Hotel. Frühstück erste Etage, Frühstück zweite Etage, Frühstück Erdgeschoss, Rücksicht nehmen auf Diabetiker-Dickie, der muss nämlich vor'm Frühstück und Abendessen gemessen und gespritzt werden. Aufpassen, dass sich der irre Tigger keinen Einlass zur ersten Etage verschafft und dort alles markiert. Mal schau'n, wie's weitergeht.
Falls wir von Junkie nichts mehr hören und falls einer von euch sie dann haben will, BITTE MELDEN !!! ;-)
Im Frühjahr planzt Frau Schaubutt schon
begehrlich auf dem Bauschutt Mohn.
hatte Sohn Fritz dann hitzefrei
dann war ganz schnell der Fritze high
trank er den guten Wappentrunk
ihm bald schon ein' der Trappen wunk
und auch viel von der Meisen Grund
vernahm er aus der Greisen Mund
währenddessen fressen Katzen
die schönsten kessen Fratzen
und schließlich geht Mike Tyson hops
als Opferlamm der heißen Tops
jedoch der Fritz der wird nicht schlau
er will die Dröhnung ganz schlicht now
Was soll ich mit dem Hitzespray
ich will doch nur 'ne Spritze hey!
Okay, das Ende fehlt, war zu schwierig - ist aber vorhersehbar...
Bin im Augenblick verzweifelt: Das altbewährte Frontline gegen Flöhe lässt nach, zumindest gegen ein paar resistente und deswegen sehr renitente Flohstämme. Ich sehe die Stammeshäuptlinge förmlich trommeln: Auf die bepelzten Vierbeiner, stecht sie wo ihr nur könnt, stecht auch die großen nackten Zweibeiner, die schmecken auch nicht schlecht, und besonders schön ist es, wenn sich alle jucken...
Danke ihr kleinen Scheißviecher!
Gut, ein Umgebungsspray haben wir mittlerweile, schon die zweite Flasche - und ich hoffe, dass die Flöhe oder ihre Brut sich wenigstens drüber kaputtlachen. Auch einen Fogger haben wir ausprobiert, dem Himmel sei Dank leben wir alle noch. Trotz neuem Mittel (Advanced heißt es) finde ich immer noch 1-2 Flöhe auf den Katzen, und zwar mit einem altmodischen Flohkamm. Ist 'ne eklige Sache, das zappelige Viehzeugs mit einem Messer plattzuquetschen, aber es befriedigt mich enorm! Andererseits machen sie keinen sehr gesunden Eindruck, aber das ist mir scheißegal, denn eigentlich sollten sie doch gar nicht mehr da sein... Also was tun? Am liebsten möchte ich es ja ohne die chemische Keule machen, denn das ist auf Dauer nicht gut für die Burschen. die Katzen meine ich natürlich.
Mittlerweile las ich, dass Bierhefe nicht nur enorm gut für die Gesundheit der Katzen ist, sondern dass sie sogar eine abschreckende Wirkung gegen obiges Geziefer haben soll. Ich glaube es mal, und es kann ja auch nicht schaden.
Es kann angeblich auch nicht schaden, in den Staubsaugerbeutel ein Stück Flohhalsband zu legen - dann muss man den teuren Beutel nicht immer gleich in die Tonne kloppen nach dem Flohsaugen... Ich hörte zwar, dass man den Beutel auch tiefgefrieren kann, aber das ist mir doch zu ekelhaft, denn warum sollten Flöhe das nicht überleben können, um dann im Freezer ihr Unwesen zu treiben?
Wie auch immer, das Advanced hat also nicht durchschlagend gewirkt, und deswegen haben wir vorgestern ein Biomittel aufgetragen, auf die Katzen natürlich. Es soll die Flöhe vertreiben. Aber wohin gehen bzw. hüpfen die dann? Hoffentlich zu den Nachbarn und nicht zu uns. Das ist blöd, denn das Problem wird dadurch nur verschoben und nicht gelöst. Ist genauso wie mit der biologischen Mausefalle, aber davon berichte ich ein anderes Mal... ;-)
PS: Das angeblich biologische Mittel hat so schlimme Beurteilungen gekriegt, und die Katzen versuchten wie wild es abzukratzen, dass wir es abgewaschen haben. Und jetzt stehn wir erstmal ohne da...
tja, das möchte ich auch, vor allem die richtige Kurve kriegen.
Okay, es geht um Kater Dickie, das ist der mit Diabetes. Und okay, er lebt noch, aber irgendwie sind seine Blutwerte absonderlich.
Unter dem Insulin Lantus sollten sie ja eigentlich eine flache Kurve ergeben, aber nee... Seine Blutzuckerkurve ähnelt einer Achterbahn, mal rauf, dann noch mehr rauf, dann extrem runter - und wie kriegt man raus, warum das so ist?
Jetzt ist es mit der Google-Tabelle verlinkt
Es könnte dran liegen, dass das Insulin länger oder kürzer als 12 Stunden wirkt, sich also überlappt oder gar nix mehr tut. Es könnte auch dran liegen, dass bei manchen Katzen eine Gegenreaktion erfolgt, und zwar von der Leber her.
Die denkt: Aua, nee, watt sinn de Wert heut niedrig! Da müsse mer mal ein bissken Glukose ausschütte, sonst krepiert der uns noch! Wie denn, watt denn, zuvill Glukose? Is mir doch ejall!
So oder ähnlich wird es ablaufen. Wir messen ja kaum in der Nacht - und verpassen deswegen bestimmt viele niedrige Werte, und am nächsten Morgen ist die Gegenreaktion schon voll im Gange. HOCH, und zwar den ganzen Tag über!
Jetzt empfehlen gewisse Ärzte: Dagegen anspritzen!
Andere empfehlen: Zuviel Insulin! Dosis muss niedriger werden!
Oder das Katzendiabetes Forum: Nach unserem Protokoll muss alle 2-3 Tage die Dosis erhöht werden, bis die Werte im gewünschten Bereich sind.
Tja, Pustekuchen! Dagegen anspritzen will ich nicht unbedingt, denn die Werte rauschen dann so in den Keller, dass der Kleene es wohl nicht überleben wird, vor allem nachts, wenn keiner bei ihm misst und er total unterzuckert, weil er eine viel zu hohe Dosis kriegt. Und alle 2-3 Tage die Werte erhöhen? Ha, ist doch das Gleiche! Also sachte reduzieren? Okay, ich hab's versucht, und die Werte waren danach nicht schlechter. Aber auch nicht gut.
Und so basteln wir weiter herum und hoffen. dass die Leber eines Tages ein Einsehen haben wird, dass Lantus die Kurve kriegt und diese flacher wird. Und so weiter... ;-)
Immerhin geht es Kater Dickie gut, auch mit manchmal hohen und manchmal extrem niedrigen Werten. So wie heute...
Ich suchte eigentlich nur nach Gardinenband - und erinnnerte mich daran, dass irgendwo noch das Nähkästchen meiner Schwester stand. Nach ihrem Tod letztes Jahr hatte ich es behalten, keiner sonst wollte es haben, das altmodisch rundlich geschwungene Ding aus Holz. Eigentlich passte es gar nicht zu ihr. Denn ICH war doch immer die große Näherin, hatte alle ihre Gardinen genäht, manchmal Sachen von ihr gekürzt, geändert...
Was hatte sie vor mit dem reichlich vorhandenen fleischfarbenen Miederband ? Mit den hunderten von Knöpfen für Kleidungsstücke, die schon vor Äonen im Kleidersack gestrandet waren? Oder mit den Massen von Haken und Ösen, die wahrscheinlich nie an irgendwelche BHs genäht wurden. Wozu dienten die vielen filigranen Garneinfädler? Wozu die Maßbänder? Soviele Maßbänder... Um die Zeit zu messen, die ihr noch blieb?
ICH bin eigentlich die Näherin, und SIE war wohl die Bewahrerin. Aber Gardinenband habe ich keins gefunden.
Tja, schön wär's!
Leider stand ich heute morgen vor einem ausgeräumten Laden, der war ja so was von leer.
Jetzt muss ich mal gucken, ob in erreichbarer Nähe ein anderer ist, wird natürlich ein 'bisschen' weiter sein...
Und sowas nennt sich nun Großstadt. ;-)